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OSI: Open Source Initiative

Mit der Entstehung von Open-Source-Projekten und deren anschließenden rasanten Verbreitung, wurde auch die Notwendigkeit einer genauen Definition immer wichtiger. Aus diesem Grund, und um Open-Source-Projekte weiter zu fördern, hat sich die „Open Source Initiative“ (OSI) gegründet.

Die Anfänge dieser Bewegung gehen auf das Jahr 1998 zurück und auf Jon „Maddog“ Hall, Larry Augustin, Eric S. Raymond, Bruce Perens. Vor allem Raymond wird dabei am stärksten mit dieser Bewegung identifiziert. Er selbst bezeichnete sich stets als der Theoretiker der Bewegung und trug maßgeblich dazu bei, Open-Source-Projekte zu definieren.

Software-Lizenzen prüfen

Heute wird die Open Source Initiative von einem losen Kollegium von älteren Mitgliedern gelenkt (Eric Raymond) und bekannten Größen der modernen IT-Branche, wie etwa Linus Torvalds, Larry Wall und Guido van Rossum. Zu den Aufgaben der Initiative gehört es vor allem, die verschiedenen Softwarelizenz-Arten für Open-Source-Projekte zu prüfen, ob diese mit der, bei der Gründung verfassten Definition von Open Source, einhergehen. Dabei wird dann von einer OSI approved License gesprochen.

Um diese Lizenzierung zu erhalten müssen jedoch folgende zehn Punkte eingehalten werden. 

  • Freie Weitergabe: weil Open-Source-Software auf Offenheit basiert, darf auch deren Lizenz niemanden darin hindern, die Software zu verkaufen. Die Lizenz darf keine Lizenzgebühr verlangen.
  • Verfügbarer Quellcode: Der Quellcode der Software muss frei zugänglich sein.
  • Abgeleitete Arbeiten: neue Software-Programme, die auf einer anderen Open-Source-Software basieren unter derselben Lizenz wie die Basissoftware verbreitet werden.
  • Integrität des Autoren-Quellcodes: Die Lizenz muss erlauben, dass weiterentwickelte Software problemlos verbreitet werden darf. Allerdings kann eine neuer Name dafür gefordert werden
  • Keine Diskriminierungen von Personen oder Gruppen: Es dürfen keine einzelnen Personen oder Gruppen von der Nutzung der Software ausgeschlossen werden.
  • Keine Nutzungseinschränkung: Der Verwendungszweck der Software darf nicht eingeschränkt werden. Auch militärische oder kommerzielle Nutzung muss erlaubt bleiben.
  • Lizenzerteilung: Die Lizenz muss für alle gelten ohne dass dafür eine Registrierung oder eine andere Lizenznötig wäre.
  • Produktneutralität: Die Lizenz darf sich nicht auf bestimmte Distribution beziehen sondern muss produktneutral gestaltet sein.
  • Die Lizenz darf andere Software nicht einschränken: Open-Source-Software muss weiterverbreitet werden dürfen.
  • Die Lizenz muss Technologie-neutral sein: Die Software muss über verschiedene Kanäle vertrieben werden dürfen.

Vor allem der Grundgedanke der Offenheit solcher Open-Source-Projekte wird immer wieder betont und soll besonders geschützt werden. Derzeit gelten etwa neun verschiedene Lizenzen als von der OSI anerkannt. Nur diese dürfen auch den geschützten Namen „Open Source“ tragen.

GNU: General Public License

Als am weitesten verbreitet gilt die GNU General Public License. Diese ist als Copyleft-Lizenz für den allgemeinen Gebrauch entwickelt worden. Copyleft bedeutet, dass Änderungen oder Ableitungen von der Basissoftware nur unter den gleichen Lizenzbedingungen vertrieben werden dürfen. Damit soll garantiert werden, dass die Software auch nach ihrer Weiterentwicklung ein Open-Source-Projekt bleibt.